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Patienteninfos


Die Spinalkanalstenose oder Wirbelkanalverengung

Erkrankungen der Wirbelsäule zählen zu den häufigsten Beschwerdebildern in den modernen Industriestaaten. Infolge Belastung und Degeneration (Abnutzung) der Bandscheiben mit Höhenverlust kann die Wirbelsäule instabil werden. Der Körper versucht die Stabilität der Wirbelsäule durch Abstützungsreaktionen, d. h. Verstärkung des Knochens, der Gelenke und Bänder wiederherzustellen. Dies führt jedoch zur so genannten Spondylarthrose (Verdickung der Gelenke) und Spondylose (Veränderungen an Wirbelkörpern) mit den Folgen der Einengung des Wirbelkanals oder auch Spinalkanalstenose genannte. Dies könnte man als "Kollateralschaden" bezeichnen, da der Körper bei seinem Streben nach Stabilität nicht auf die inneren Strukturen wie Rückenmark und Nerven Rücksicht nimmt. Die Nerven müssen sich dann "durchquetschen". Das funktioniert eine Zeitlang, wenn jedoch der Platz zu klein wird, dann funktioniert das mit den "Durchquetschen" nicht mehr. Es kommt zu Schmerzen und Ausfallserscheinungen wie Lähmungen und Taubheitsgefühl.

Je nach Lokalisation sind die Symptome unterschiedlich. Lesen Sie weiter wie sich die Wirbelkanalverengungan der Hals- und Lendenwirbelsäule bemerkbar macht.


Wirbelgleiten

Das Wirbelgleiten oder Spondylolisthesis (aus dem Griechischen ab: σπόνδυλος, „Wirbel“ und altgriechisch ὀλίσθησις, „Gleiten“) ist eine sehr häufig vorkommende Form der Wirbelsäuleninstabilität. Es gibt unterschiedliche Ursachen für ein Wirbelgleiten. Im höheren Lebensalter entsteht dies, wenn durch Verschleiß (insbesondere der Bandscheiben) die Wirbelverbindungen geschwächt werden. Dadurch kommt es zu Lockerungen, die zu einem Abgleiten der Wirbel im am meisten beanspruchten Segment (zwischen dem 4. und 5. Lendenwirbel) führen.

Der Organismus versucht den Verlust an Stabilität durch knöchernen Anbau auszugleichen, ähnlich einem schiefen Turm, der durch Stützpfeiler und Zement vor dem Umkippen bewahrt werden soll. Dadurch kommt es zur „Verdickung“ der Wirbelgelenke, der so genannten Spondylarthrose.

Spondylarthrose und Spondylolisthesis führen häufig zu einer Verengung des Wirbelkanals der so genannte Spinalkanalstenose. Dies kann als "Kollateralschaden" betrachtet werden, da der Körper in seinem Streben nach Stabilität keinen Halt vor Nerven macht.

Bei jungen Menschen ist die häufigste Ursache eines Wirbelgleitens eine Spondylolyse, d.h. eine knöcherne Schwäche bestimmter Wirbelbogenanteile. Dies führt gewöhnlich zu keinen Einengungen des Spinalkanals.

Führendes Symptom sind starke Rückenschmerzen, die bis in die Oberschenkel ausstrahlen können. Diese Schmerzen sind besonders stark am Morgen, wenn die Rückenmuskulatur entspannt ist und somit die Instabilität besonders ausgeprägt.

Die Einengung des Wirbelkanals verursacht vorwiegend "Nervenschmerzen", die bis in den Füße ausstrahlen können und unter Belastung zunehmen, so dass der Patient beim Gehen häufig Pausen machen muss.

Weiterhin können Taubheitsgefühl und Lähmungen in den Beinen vorhanden sein. In besonders schweren Fällen können Blasenfunktionsstörungen auftreten. Die Behandlungsmaßnahmen sind konservativ, minimalinvasiv oder operativ. Wenn Rückenschmerzen im Vordergrund stehen sind und das Wirbelgleiten in seinem Ausmaß eher gering ist, so kann - insbesondere bei jüngeren Menschen - eine konservative Therapie mit Aufbau der Rückenmuskulatur zur äußeren Stabilisierung erfolgreich sein.

Bei fortschreitendem Wirbelgleiten infolge Verschleißerscheinungen kann auch das Tragen eines Korsetts vorübergehend die Rückenschmerzen lindern. Manchmal hilft auch eine Facettendenervation, d. h. eine Verödung der Schmerz-leitenden Nervenfasern.

Bei starken Schmerzen und/oder neurologischen Ausfällen insbesondere im Zusammenhang mit Verengungen des Spinalkanals, muss dieser erweitert und die Wirbelsäule stabilisiert werden. Die Wirbel müssen dabei fest miteinander verbunden (versteift), damit die schmerzenhaften Reibbewegungen nicht mehr möglich sind. Es gibt weniger invasive muskelschonenende Operationstechniken dies zu tun.


Degenerative Skoliose

Im Gegensatz zur idiopathischen adoleszenten Skoliose, ist diese Art von Skoliose durch Abnutzung (Degeneration) bedingt. Ausgeprägte degenerative Veränderungen an den Bandscheiben, Wirbelgelenken und Bändern, führen zum Verlust von Stabilität. Die Wirbelsäule verliert den Halt und ihre gerade Form, sodass sie in sich zusammenfällt und dadurch eine Skoliose entsteht.

Patienten mit degenerativer Skoliose leiden an Rückenschmerzen wegen Arthrose der Wirbelgelenke, Instabilität der Wirbelsäule sowie Beinschmerzen wegen der Spinalkanalstenose.

Die konservative Behandlung erfolgt u.a. mittels Physiotherapie, Infiltrationen und Konditionsaufbau.

Eine Operationsindikation besteht bei schwerer progressiver Skoliose, starken Schmerzen trotz konservativer Behandlung, und beim Vorliegen von neurologischen Ausfällen.

Im Rahmen des Eingriffes müssen der verengte Wirbelkanal erweitert, die Skoliose aufgerichtet und die Wirbelsäule mit Implantaten stabilisiert werden



Beispiel einer sehr schwere degenerative Skoliose mit multiplen Stenosen. Spinalkanaldekompression und Aufrichtung/Stabilisation

Idiopathische Skoliose

Die häufigste Form der nicht sekundär bedingten Wirbelsäulendeformitäten ist die idiopathische Skoliose, die sich nicht auf andere Ursachen wie Missbildungen, neurologische Erkrankungen, Syndrome und Bindegewebserkrankungen sowie Degeneration zurückführen lässt, d.h. die Ursache der Skoliose bleibt unklar.

Hauptmerkmal ist Seitverbiegung der Wirbelsäule mit Rotation (Verdrehung) der Wirbel, die zum Scheitelpunkt hin zunimmt und für die Ausbildung von Rippenbuckel und/oder Lendenwulst verantwortlich ist. Häufig liegt zusätzlich eine Deformierung in der Sagittalebene mit krankhafter Begleitlordose oder Begleitkyphose vor, wobei dann von einer Lordoskoliose beziehungsweise Kyphoskoliose gesprochen wird.

Auffällig wird die Skoliose durch zunehmende Deformierung des Rumpfes mit oder ohne Lotabweichung und mit, je nach Lage der Deformität, Ausbildung eines Rippenbuckels und/oder Lendenwulstes, Asymmetrie der Taillendreiecke und gegebenenfalls Schulterschiefstand.

Der erfahrene Arzt erkennt eine Skoliose schon bei der körperlichen Untersuchung. Röntgenaufnahmen bestätigen den Verdacht. Die typischen Veränderungen treten häufig während des Wachstumsschubes der Pubertät auf und betreffen Mädchen vier Mal häufiger als Jungen. Radiologisch können die Haupt- und Nebenkrümmungen nach der COBB-Methode ausgemessen werden. Anhand der Grade wird der Schweregrad der Skoliose bestimmt.

Auch leichte Skoliosen sollten ernst genommen und der weitere Verlauf engmaschig vom Arzt kontrolliert werden. Wirbelsäulenverkrümmungen kleiner als 20° erfordern eine intensive krankengymnastische Behandlung am besten nach Lennert- Schroth. Zusätzlich sollten Übungen Zuhause durchgeführt werden. Alle Sportarten abgesehen von stark stauchenden Übungen erlaubt.

Wirbelsäulenkrümmungen über 20° werden bei noch vorhandener Wachstumspotenz meistens mit einem individuell angefertigten Korsett aus leichtem Kunststoff behandelt (z. B. Cheneau-Korsett) behandelt. Das Korsett soll dreidimensional der eingetretenen Verdrehung der Wirbelsäule entgegen wirken. Damit die Behandlung effektiv ist, muss das Korsett möglichst lange getragen werden – üblich sind 22 Stunden am Tag, also auch nachts, was für Kinder und Jugendliche nicht immer leicht ist und oft ein Motivationsproblem darstellt.

Der Therapieerfolg muss regelmäßig überprüft und das Korsett an das Wachstum des Kindes angepasst werden. Ergänzend zur Korsett-Behandlung müssen krankengymnastische Übungen durchgeführt werden. Dadurch können Verkrümmungen gemindert werden und es werden die Bauch- und Rückenmuskeln trainiert.

Aufgrund der chirurgischen Ergebnisse bei idiopathischer Skoliose gilt eine operative Therapie ab Krümmungswinkeln von mehr als 40 Grad lumbal und thorakolumbal sowie mehr als 50 Grad thorakal derzeit als sinnvoll, da jenseits dieser Krümmungswinkel auch nach Wachstumsabschluss in aller Regel eine Progredienz auftritt.



Beispiel einer 19 jähriger Frau vor und nach Aufrichtung einer idiopathischen thorakolumbalen Skoliose. Die Operation erfolgte mit einer selektive thorakolumbale Korrektur-Spondylodese. Der stationäre Aufenthalt war nur 3 Tage und komplikationsfrei


Facettensyndrom

Das Facettensyndrom gehört zu den degenerativen (verschleißbedingten) Erkrankungen der Wirbelsäule. Die Ursache des Facettensyndroms ist ein Verschleiß der Bandscheiben verbunden mit einem Höhenverlust. Dadurch werden die Wirbelgelenke ineinander gedrückt. Dies führt zur Abnutzung der kleinen Wirbelgelenke und zur so genannten Spondylarthrose, d. h. Veränderungen am Gelenkknorpel und an der Gelenkkapsel. Ähnlich der Arthrose an anderen Gelenken.

Die Spondylarthrose kann entweder als eigenständiges Krankheitsbild auftreten, dann spricht man von einem reinen Facettensyndrom, oder Ursache anderer Krankheitsbilder sein (z.B. der Wirbelkanalverengung oder Spinalkanalstenose).

Von einem Facettensyndrom sind vorwiegend Menschen über 50 Jahre betroffen. Ganz überwiegend tritt dieses Krankheitsbild im Bereich der unteren Lendenwirbelsäule auf, kann aber auch die Wirbelgelenke (Facetten) der Halswirbelsäule, am seltensten die der Brustwirbelsäule betreffen. Die kleinen Wirbelgelenken sind mit sehr vielen Nervenfasern versorgt. Diese werden durch die entzündlichen Vorgänge, welche im Rahmen der Arthrose ablaufen erregt. Aber auch eine direkte mechanische Reizung durch Instabilitäten ist möglich. Führendes Symptom sind deshalb Rückenschmerzen bzw. Nackenschmerzen ohne wesentliche Ausstrahlung und ohne neurologische Ausfälle.

Als Behandlungsmaßnahmen kommen Facetteninfiltration bzw. Facettendenervation in Frage.

Das Facetten-Syndrom ist sehr komplex, da sich ausgehend vom Schmerz Veränderungen im Muskelband-Apparat und in der Haltung ergeben. Es kommt zu Verkürzungen von Muskelansätzen, Muskeldysbalancen und letztlich zu Wirbelsäulendeformitäten. Die Therapie des Facetten-Syndroms ist häufig eine Dauertherapie und der Krankheitsverlauf undulierend mit Tiefen und Höhen.


Das Facettensyndrom führt zu lokalen Schmerzen der Wirbelsäule mit wenig Ausstrahlung in den Extremitäten.


Der Schmerz ist bedingt durch eine lokale Entzündung im Facettengelenk, die Ursache dafür ist eine vermehrte Abnutzung und Verschleiß.



Die lokale Infiltration, CT / MRT /Rö oder ultraschallgesteuerte Schmerztherapie (Spritze) ist eine minimal invasive Methode zur Behandlung mit sehr guten Ergebnissen.


Corona-Maßnahmen


Corona
Liebe Patientin und Patient,
Liebe Kolleginnen und Kollegen,

bezüglich der Corona Pandemie (SARS-CoV-2) stehen wir in einer herausfordernden Situation, der wir mit Respekt, aber keinesfalls mit Angst begegnen wollen. Wir sind auch auf diese schwierige Phase vorbereitet, Sie können unserer fachlichen Expertise vertrauen und die anstehenden Probleme werden wir mit der richtigen Mischung aus Gelassenheit und Ernsthaftigkeit bewältigen.
Weitere Informationen finden Sie unter folgende Links: https://www.elisabethen-krankenhaus-frankfurt.de/de/umgang-mit-corona/patienten.html oder https://www.zusammengegencorona.de/.

Als Wirbelsäulen-Neurochirurgisches Zentrum das sich der der Gesundheit und dem Wohlbefinden der Menschen im Frankfurter Raum verschrieben hat, haben wir Maßnahmen ergriffen, um das Übertragungsrisiko zu senken. Wir bieten Ihnen die Möglichkeit sich virtuell über eine Online Video-Sprechstunde vorzustellen. Für einen Termin oder in dringenden Fällen wählen Sie bitte die Nummer: 0178 9160743 an. Seitens des Wirbelsäulen-Neurochirurgischen Zentrums tun wir alles, damit trotz dieser herausfordernden Situation, die gesundheitliche Versorgungen von Patienten sichergestellt und verbessert wird. Gemeinsam werden wir es schaffen. Mit den besten Grüßen,

PD/Assoc. Prof. Dr. E. Archavlis
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